Steinzeittrommeln in Deutschland

Immer wieder werde ich gefragt, seit wann es eigentlich bei uns in Europa Trommeln gibt, und die Antwort ist verblüffend: seit der Jungsteinzeit, also schon seit ungefähr 5000 Jahren!

Als ich „zufällig“ auf einer Motorrad-Tour in der Lüneberger Heide am Flüßchen Luhe vorbeikam, staunte ich nicht schlecht: dort gab es vor so langer Zeit ein kleines Königreich von Zuwanderern aus Kleinasien, die das Töpferhandwerk hoch entwickelt hatten und neben Tongefäßen für Nahrungsmittel auch solche zum Trommeln anfertigten.

Wir haben also auch schon eine ähnlich lange Rhythmuskultur wie in Afrika!

Vielleicht ist es wie eine Erinnerung, wenn wir von der Trommel (wieder) so gepackt werden, daß wir stundenlang abtauchen können und nicht mehr aufhören wollen...



Hier eine der Tontrommeln, die in der „Oldendorfer Totenstatt“ bei Amelinghausen gefunden wurden: sie sieht fast aus wie eine kleine Djembe...

Über die Zapfen am Rand wurde das Fell naß unter Spannung übergezogen und war nach dem Trocknen spielbar.

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